Cultivalley Blähton – Tongranulat für Hydrokultur, Drainage und Bodenverbesserung
Kurz gesagt: Blähton wird als Drainage, Hydrokultursubstrat oder zur Bodenverbesserung eingesetzt. Die Körnung entscheidet über Wasserfluss und Wurzelhalt – 4–8 mm ist die Standardwahl für die meisten Anwendungen.
Gebranntes Tongranulat in drei Körnungen (2–5 mm, 4–8 mm, 8–16 mm), erhältlich in 5L, 10L, 25L und 50L. Chemisch inert, pH-neutral, wiederverwendbar.
Welche Körnung brauche ich?
Das ist die Kaufentscheidung. Alles andere kommt danach.
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4–8 mm – Standardwahl: Wenn du unsicher bist, nimmst du diese. Passt für die meisten Zimmerpflanzen, Standard-Hydrokultur-Setups und als Drainageschicht in mittleren Töpfen. Guter Kompromiss zwischen Drainage, Luftkapazität und Wasserspeicherung.
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2–5 mm – für feine Anwendungen: Mehr Kapillarwirkung, besserer Wasseraufstieg. Für Stecklinge, kleine Zimmerpflanzen, Mini-Hydrokultur und als feine Beimischung zur Erde. Nicht für große Kübel mit schweren Wurzeln.
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8–16 mm – für große Kübel und intensive Drainage: Maximale Luftkapazität, wenig Wasserhaltekapazität. Als untere Drainageschicht in großen Töpfen oder Pflanzwannen. Nicht als alleiniges Hydrokultursubstrat, die feinen Wurzeln finden zwischen den großen Körnern keinen Halt.
Drei Einsatzbereiche
Hydrokultur als Hauptsubstrat
Blähton ersetzt die Erde komplett. Die Pflanze steht in Tongranulat im Innentopf, der Außentopf hält Wasser und Nährlösung. Kapillarwirkung transportiert Feuchtigkeit nach oben, der Wasserstandsanzeiger zeigt wann nachgefüllt werden soll.
Praxis-Tipp:
Vor dem ersten Einsatz spülen und zwar gründlich. Blähton kommt mit Produktionsstaub. Wer das überspringt, trübt das Wasser im Außentopf und riskiert einen verstopften Wasserstandsanzeiger. Unter fließendem Wasser spülen bis das Ablaufwasser klar ist. Dauert ein paar Minuten, spart später Ärger.
Drainage im Topf
Eine 2–4 cm Schicht Blähton am Topfboden verbessert den Wasserabfluss und schützt vor Staunässe. Körnung 4–8 mm oder 8–16 mm.
Klassischer Fehler: Blähton als Drainageschicht in einen Übertopf ohne Abflussloch legen und hoffen dass das Wasser verschwindet. Tut es nicht, es sammelt sich nur etwas tiefer. Drainage funktioniert nur wenn Wasser wirklich abfließen kann.
Beimischung zur Erde
Rund 20–30% Blähton-Anteil lockert schwere Substrate auf, verbessert die Durchlüftung und verhindert Verdichtung. In Kübeln auf Balkon oder Terrasse auch weniger Gesamtgewicht. Körnung 4–8 mm für Standarderde, 2–5 mm wenn das Substrat fein bleiben soll.
Technische Eigenschaften
| Eigenschaft |
Wert |
| Material |
Gebrannter Ton (LECA) |
| Verfügbare Körnungen |
2–5 mm · 4–8 mm · 8–16 mm |
| Verfügbare Gebinde |
5L · 10L · 25L · 50L |
| pH-Wert |
Neutral (chemisch inert) |
| Wiederverwendbar |
Ja – reinigen und wieder einsetzen |
| Vorbereitung |
Vor Einsatz mit klarem Wasser spülen |
| Einsatzbereiche |
Hydrokultur, Drainage, Bodenbeimischung |
| Schadstoffe |
Keine – reines Naturprodukt |
Gebindegröße wählen
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5L – für zwei bis drei mittelgroße Töpfe als Drainageschicht, oder einen einzelnen Hydrokultur-Topf bis ca. 15 cm Durchmesser.
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10L – für mehrere Töpfe oder einen größeren Hydrokultur-Topf ab 18 cm. Guter Einstieg wenn man noch nicht genau weiß wie viel man braucht.
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25L – wenn mehrere Pflanzen komplett auf Hydrokultur umgestellt werden oder regelmäßig neue Töpfe befüllt werden.
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50L – für größere Projekte, mehrere Kübelpflanzen, oder wenn man dauerhaft mit Blähton arbeitet und nicht ständig nachbestellen will.
Blähton vs. Alternativen eine kurze Einordnung
Blähton vs. Perlite: Blähton speichert mehr Wasser und gibt Wurzeln bessere Haltekraft. Perlite ist leichter, entwässert schneller, eignet sich besser als Beimischung in kleine Substrate. Für vollständige Hydrokultur ist Blähton die stabilere Wahl.
Blähton vs. Seramis: Ähnliche Eigenschaften, aber Seramis ist in der Regel teurer und feiner. Für klassische Zimmerpflanzen-Hydrokultur oft austauschbar. Blähton ist langlebiger und günstiger im Großgebinde.
Blähton vs. Lava: Lava hat mehr Mikroporosität und bindet Nährstoffe anders. Für Hydrokultur-Systeme mit präziser Nährlösung ist Blähton unkomplizierter weil er die Nährstoffzusammensetzung nicht verändert.
Reinigung und Wiederverwendung
Blähton hält viele Jahre ohne Qualitätsverlust – das ist einer der Vorteile gegenüber organischen Substraten die sich zersetzen. Nach einer Saison oder nach dem Umtopfen: grobes Substrat entfernen, unter fließendem Wasser abspülen, bei Bedarf kurz in stark verdünnter Wasserstoffperoxidlösung (3%) einweichen, gut ausspülen und trocknen lassen.
Entsorgen muss man Blähton kaum. Wer es trotzdem tut: Restmüll. Er ist inert, enthält keine Schadstoffe, zersetzt sich nicht. Kann auch in Gartenerde eingearbeitet werden.
FAQ
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Welche Körnung für Hydrokultur?
4–8 mm für die meisten Zimmerpflanzen. 2–5 mm für Stecklinge, kleine Pflanzen oder empfindliche Wurzelsysteme. 8–16 mm nur als untere Drainageschicht, nicht als alleiniges Substrat.
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Welche Körnung für Drainage?
4–8 mm oder 8–16 mm für die Drainageschicht am Topfboden. Grober für maximalen Wasserabfluss, feiner wenn der Topf nicht zu viel Bodenvolumen verlieren soll.
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Blähton vorher waschen – muss das sein?
Ja. Produktionsstaub trübt das Wasser und kann Leitungen oder Wasserstandsanzeiger verstopfen. Unter fließendem Wasser spülen bis das Ablaufwasser klar ist.
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Was ist Blähton?
Gebranntes Tongranulat aus aufgeblähtem Ton. Poröse Kugelform, chemisch inert, pH-neutral. Als LECA (Lightweight Expanded Clay Aggregate) international bekannt.
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Ist Tongranulat dasselbe wie Blähton?
Ja. Tongranulat, Blähton, LECA und Pflanzgranulat bezeichnen dasselbe Produkt – die Bezeichnung variiert je nach Hersteller und Anwendungsbereich.
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Wie viel Blähton in den Topf mischen?
Als Beimischung zur Erde etwa 20–30%. Als Drainageschicht am Topfboden 2–4 cm. Als vollständiges Hydrokultursubstrat den kompletten Topf befüllen.
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Blähton statt Erde – funktioniert das?
Ja, in einem Hydrokultur-System mit Nährlösung im Außentopf und Wasserstandsanzeiger. Blähton allein ohne Nährstoffversorgung funktioniert nicht – die Pflanze hat kein organisches Substrat das Nährstoffe speichert.
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Kann Blähton wiederverwendet werden?
Ja. Abspülen, desinfizieren wenn nötig, trocknen lassen, erneut verwenden. Hält viele Jahre.
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Wie entsorgt man Blähton?
Restmüll oder in Gartenerde einarbeiten. Inert, schadstoffrei, zersetzt sich nicht.
Kaufentscheidung
Körnung und Gebinde nach Einsatz wählen. Unsicher? 4–8 mm, 10L. Damit liegst du für die meisten Anwendungen richtig.
→ Töpfe für Hydrokultur
→ Leni Wasserstandsanzeiger
→ Leni Hydro Kulturtopf
→ Alle Substrate im Überblick